Datenleck: Reiste die AfD mithilfe von Putin und Hisbollah nach Syrien?
Die Gruppe reiste im März 2018 nach Syrien: die AfD‑Politiker Jürgen Pohl, Udo Hemmelgarn, Christian Blex, Harald Weyel, Thomas Röckermann und Frank Pasemann (v. l.)
TL;DR
- Ein AfD-Datenleck enthüllt interne E-Mails über eine geplante Syrienreise von sieben AfD-Politikern im März 2018.
- Ein Sicherheitsbeauftragter der AfD plante offenbar eine Route, bei der Hisbollah und russische Geheimdienste die Gruppe nach Syrien bringen und dort begleiten sollten.
- Die Hisbollah sollte die Gruppe nach Beirut bringen, von wo aus die Russen die weitere Reiseleitung übernehmen sollten, einschließlich der Visa-Beschaffung.
- Mehrere Bundestagsabgeordnete der AfD waren Teil der Reisegruppe.
- Intern gab es deutliche Kritik von AfD-Politikern wie Peter M. und Georg Pazderski an der Reise, die als unverantwortlich und nutzlos bezeichnet wurde.
- Die AfD sprach 2018 über die russische Hilfe als Spekulation, interne Mails deuten aber auf konkrete Planungen hin.
- Nach der Rückkehr erklärte Christian Blex auf einer Pressekonferenz, Syrien könne als sicheres Herkunftsland eingestuft werden.