Story
24. Okt. 2026
Gladbach dreht frühen Rückstand und entgeht dem historischen Fehlstart
Gladbach feiert in Stuttgart einen dringend benötigten Befreiungsschlag, während der VfB trotz Führung erneut ohne Erfolg bleibt. Neben dem Comeback prägt vor allem der 17-jährige Wael Mohya die unterschiedlichen Deutungen des Abends: als Sinnbild für neue Hoffnung, aber auch für die weiterhin angespannte Lage.
Borussia Mönchengladbach hat den schlechtesten Saisonstart der Bundesliga-Geschichte verhindert. Nach sechs Niederlagen gewann die Mannschaft mit 3:2 beim VfB Stuttgart und feierte damit zugleich den ersten Sieg unter Trainer Alexander Blessin. Der Erfolg wurde in den Berichten vor allem als emotionaler Befreiungsschlag beschrieben. Blessin sagte, es sei „schwierig, das in Worte zu fassen“.1
Sportlich war es zunächst ein Abend gegen Gladbach: Ermedin Demirovic brachte Stuttgart früh in Führung, nachdem Torhüter Moritz Nicolas einen Fehler gemacht hatte. Die Borussia ließ sich jedoch nicht entmutigen. Joe Scally erzielte noch vor der Pause den Ausgleich, anschließend drehten Shuto Machino und Wael Mohya die Partie. Der VfB kam durch Demirovics zweiten Treffer noch einmal heran, verpasste aber den Ausgleich.2
Die nüchternere Einordnung betont deshalb weniger die Erlösung als Gladbachs Widerstandskraft. Trotz zehn fehlender Profis habe die Mannschaft „couragiert“ gespielt und den Rückstand mit Einsatz und Konsequenz überwunden.3 Stuttgart dagegen bleibt nach einer wechselhaften Saison und nur sechs Punkten aus sieben Spielen weiter unter Druck; die erhoffte Stabilisierung nach dem Champions-League-Auftritt gegen Atlético Madrid blieb aus.4
Besonders deutlich wurde die positive Gladbacher Perspektive am 17-jährigen Mohya, der ein Tor vorbereitete und selbst traf. Nach einem provokanten Jubel bei den Stuttgarter Fans entschuldigte er sich: „Die Emotionen sind einfach übergekocht.“5 Sein Auftritt steht damit für beides: neue Energie bei Gladbach und eine Mannschaft, die trotz des Sieges noch nicht aus der Krise heraus ist.