Story
Oct 25, 2026
40 Euro für vermeintliches Kokain – und am Ende nur Salz
Ein deutscher Tourist wollte in Neapel Kokain kaufen, erhielt jedoch Speisesalz. Die Berichte stellen den Vorfall als mutmaßlichen Betrug dar; gegen den Verkäufer wurde ein Verfahren eingeleitet.
Ein deutscher Tourist ist in Neapel beim mutmaßlichen Kauf von Kokain auf einen Betrug hereingefallen. Für 40 Euro erhielt der 36-Jährige nach Angaben der Behörden ein Tütchen mit weißem Pulver – bei der Kontrolle stellte sich heraus, dass es sich um gewöhnliches Speisesalz handelte. Der Bericht fasst den Ausgang pointiert zusammen: „Der vermeintliche Dealer kassierte 40 Euro, der Käufer bekam Kochsalz.“1
Die Polizei griff demnach ein, als der mutmaßliche Verkäufer dem Touristen das Tütchen übergab und das Geld entgegennahm. Zivil gekleidete Carabinieri hielten beide Männer in der Innenstadt an und untersuchten die Substanz mit einem Drogenschnelltest. Das Ergebnis bestätigte, dass keine Droge vorlag.1
Die beiden vorliegenden Perspektiven unterscheiden sich vor allem in der Gewichtung. Die eine Überschrift stellt den Versuch des Deutschen in den Vordergrund, Kokain zu erwerben. Die andere betont stärker, dass er „auf einen falschen Drogenhändler hereingefallen“ sei.2 In der Darstellung selbst gibt es jedoch keinen erkennbaren Widerspruch: Beide Berichte beschreiben einen geplanten Drogendeal, der mit einer Täuschung endete.
Gegen den 36-jährigen mutmaßlichen Verkäufer wurde Anzeige erstattet. Ob auch der deutsche Tourist mit rechtlichen Konsequenzen rechnen muss, blieb zunächst offen. Fest steht nach den Berichten nur: Er zahlte 40 Euro und nahm statt Kokain Salz mit.