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Oct 27, 2026

Tod von Antoine de Massy wirft in Monaco weiter Fragen auf

Der entfernte Verwandte von Fürst Albert II. wurde tot in Monaco gefunden. Eine festgenommene Person steht im Mittelpunkt der Ermittlungen, gilt laut Staatsanwaltschaft aber bislang nicht als Tatverdächtiger.

Der 29-jährige Antoine de Massy, ein entfernter Verwandter von Fürst Albert II., ist am Sonntag in einer Grünanlage in Monaco tot aufgefunden worden. Zuvor hatte seine Familie Alarm geschlagen, weil er nicht zu einem traditionellen Essen erschienen war. Die Staatsanwaltschaft ermittelt zur Todesursache.

Eine Person wurde am Montag festgenommen, nachdem Überwachungsaufnahmen sie in der Nähe des späteren Fundorts gezeigt hatten. Nach Angaben der AFP handelt es sich um einen in Monaco lebenden Ukrainer, der zuvor gemeinsam mit de Massy gesehen worden sein soll. Die Behörden verlängerten den Polizeigewahrsam, machten aber zugleich deutlich, dass der Mann bislang nicht als Verdächtiger gilt.

Damit bleibt der zentrale Punkt offen: Die Ermittler prüfen sowohl einen Unfall als auch mögliche Beteiligung Dritter oder unterlassene Hilfeleistung. Berichte verweisen darauf, dass de Massy in der Nacht zuvor beim Verlassen eines Nachtclubs schwankend beobachtet worden sei. Ob dieser Umstand mit seinem Tod zusammenhängt, ist nicht geklärt.

Das Fürstenhaus reagierte mit Trauer. Albert II. und Fürstin Charlène erklärten, sie teilten „die Trauer seiner Familie und seiner Angehörigen“ und sprächen ihnen ihr Beileid aus. De Massy war der Enkel von Prinzessin Antoinette, der älteren Schwester von Fürst Rainier III. Als Jugendlicher galt er als Tennistalent; später war er an der Gründung eines Unternehmens beteiligt, das eine App für Geschäfte und Freizeitangebote in Monaco entwickelte. Die Ermittlungen dauern an.