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Nov 1, 2026

Rechte sagen: Schalke muss die mentale Blockade lösen

Nach der 0:2-Niederlage gegen Leipzig wächst bei Schalke 04 der Druck. Spieler und Trainer sehen die Ursachen nicht nur im System, sondern zunehmend auch im Kopf – während die Fans weiter Unterstützung signalisieren.

Nach der 0:2-Niederlage gegen RB Leipzig wartet Schalke 04 weiterhin auf den ersten Heimsieg und das erste Heimtor der Saison. Torhüter Loris Karius fasste die Lage als „Scheißsituation“ zusammen und forderte vor allem eines: „arbeiten, arbeiten, arbeiten“ und endlich wieder Tore erzielen.

Die Spieler führen die Probleme dabei nicht ausschließlich auf taktische Fragen zurück. Timo Becker sieht die Krise zunehmend „in den Köpfen“. Der Mannschaft fehle die letzte Überzeugung, weil die jüngsten Ergebnisse zusätzlichen Druck erzeugten. Schalke müsse wieder freier auftreten; die mentale Blockade sei aber lösbar.

Trainer Miron Muslic setzt dagegen auf eine Mischung aus struktureller Anpassung und Ruhe. Nach den bisher nur vier Ligatoren stellte er von einer Fünfer- auf eine Viererkette um. Dadurch entstanden zwar mehr Umschaltsituationen, im letzten Drittel fehlte jedoch weiterhin die Konsequenz. Muslic erklärte, man müsse den Mut haben, „Dinge strukturell zu verändern“, um offensiv mehr Präsenz zu entwickeln. Zugleich bewertete er die Leistung vorsichtig positiv: Das Team habe einen, wenn auch „sehr, sehr kleinen“ Schritt nach vorn gemacht.

Kapitän Kenan Karaman plädiert angesichts der angespannten Lage für Besonnenheit. Man habe gewusst, dass schwierige Phasen kommen würden; nun müsse Schalke ruhig bleiben. Auch Becker stärkt Muslic den Rücken und bescheinigt ihm, die richtigen Worte zu finden.

Von den Rängen kommt trotz der Niederlagen weiter Unterstützung. In der Nordkurve erklangen Durchhalteparolen wie „Auf geht’s Schalke, kämpfen und siegen“ – ein Kontrast zur sportlichen Bilanz, aber ein Signal des Zusammenhalts. Gegen Hoffenheim soll nun ein Erfolgserlebnis Selbstvertrauen schaffen.