WHO: Shamonda-Ausbreitung bei Menschen unwahrscheinlich

Das Virus war bislang nur bei Tieren bekannt – nun starb ein Mensch in Frankreich mit der Infektion. So schätzen Fachleute das Risiko für die Allgemeinheit und für immungeschwächte Personen ein.

WHO: Shamonda-Ausbreitung bei Menschen unwahrscheinlich

TL;DR

  • Die WHO schätzt den ersten menschlichen Fall des Shamonda-Virus in Frankreich als Einzelfall ein und hält eine weitere Ausbreitung für unwahrscheinlich.
  • Das Shamonda-Virus war bisher nur bei Tieren wie Rindern und Pferden bekannt; ein infizierter Patient in Frankreich starb an den Folgen, litt jedoch an einer schweren Immunschwäche.
  • Experten betonen, dass bei stark geschwächtem Immunsystem die Abwehr von Infektionserregern beeinträchtigt ist und eine Ansteckung sowie Virusvermehrung erleichtert wird.
  • Die Infektion wurde vermutlich durch den Stich einer Gnitze verursacht, deren Aktivität und Übertragungsfähigkeit in kühleren Jahreszeiten generell abnimmt.
  • Das Shamonda-Virus wurde in diesem Sommer erstmals auch in Deutschland bei Rindern nachgewiesen, sowie in mehreren anderen europäischen Ländern bei Nutztieren.