Historia
19 de oct de 2026
Krösche geht – und Eintracht Frankfurt steht vor einem strategischen Neuanfang
Markus Krösche verlässt Eintracht Frankfurt auf eigenen Wunsch. Während der Klub seine Verdienste würdigt, rücken interne Kritik und eine neue sportliche Ausrichtung in den Mittelpunkt.
Markus Krösche und Eintracht Frankfurt gehen nach mehr als fünf Jahren getrennte Wege. Der Sportvorstand wurde auf eigenen Wunsch mit sofortiger Wirkung freigestellt; sein bis 2028 laufender Vertrag bleibt angepasst bestehen. Kommissarisch übernimmt Vorstandschef Axel Hellmann seine Aufgaben. 1
Präsident Mathias Beck würdigte Krösches Anteil an der Entwicklung des Vereins. Europa-League-Sieg, Champions-League-Teilnahmen und die Weiterentwicklung der Mannschaft stünden „beispielhaft für diese außergewöhnliche Zeit“. 2 Auch Krösche selbst blickte auf eine erfolgreiche, aber belastende Amtszeit zurück. Er habe „das Gefühl entwickelt, dass ich eine Veränderung brauche – und der Eintracht womöglich ein neuer Impuls auch helfen könnte“. 1
Gleichzeitig fällt der Abschied in eine Phase wachsender sportlicher Kritik. Genannt werden unter anderem die Verpflichtung von Trainer Albert Riera, ein enttäuschendes Preis-Leistungs-Verhältnis des Kaders und ein unruhiger Transfersommer. Damit verbindet sich die Personalie mit der Frage, ob Frankfurt seine Transferpolitik und sportlichen Ziele neu justieren muss. 1
Bei der Nachfolge werden mehrere Namen gehandelt. Joti Chatzialexiou, Augsburgs Sportdirektor Benjamin Weber und Christoph Spycher gelten als aussichtsreich; auch der frühere Eintracht-Kapitän Pirmin Schwegler und Ex-Sportvorstand Fredi Bobic werden genannt. Der Verein könnte sich künftig wieder stärker auf ein realistisches Modell mit der Europa League als höchstem Ziel konzentrieren, statt die Champions League zum Maßstab zu machen. 3
Damit unterscheiden sich die Akzente der Berichte: Die offizielle Darstellung betont Krösches persönliche Entscheidung und seine Verdienste, während die Kandidaten- und Strategiedebatte die strukturellen Folgen des Wechsels in den Vordergrund rückt. Die langfristige Besetzung des Sportressorts soll in den kommenden Wochen entschieden werden. 1