Historia
19 de oct de 2026
Fortuna Düsseldorf zieht nach Fehlstart die Reißleine und setzt auf Langeneke
Nach nur 14 Punkten aus zehn Spielen trennt sich Fortuna Düsseldorf von Alexander Ende. Vereinsikone Jens Langeneke übernimmt vorerst und soll den Klub zurück in die Aufstiegszone führen.
Fortuna Düsseldorf hat sich nach dem 1:3 gegen den 1. FC Saarbrücken von Trainer Alexander Ende getrennt. Der Zweitliga-Absteiger holte in den ersten zehn Spielen der 3. Liga nur 14 Punkte und verpasste damit den Anschluss an die Spitzengruppe. Sportvorstand Samir Arabi erklärte, der Verein sei nach einer „eingehenden Analyse“ überzeugt, „dass wir jetzt einen neuen Impuls setzen müssen“.1
Ende selbst bewertete die Entwicklung deutlich positiver. „Ich hatte den festen Glauben, dass die Arbeit und die Entwicklung der letzten Wochen uns zum gemeinsamen Ziel geführt hätten“, sagte der 47-Jährige. Der Trainer war erst im Frühjahr für Markus Anfang übernommen worden, konnte den Abstieg jedoch nicht verhindern und blieb anschließend im Amt.1
Die Bewertung seiner Amtszeit fällt in den vorliegenden Berichten unterschiedlich aus. Während die Vereinsdarstellung vor allem den schwachen Saisonstart und die fehlende Annäherung an die Aufstiegsplätze betont, kritisiert ein Bericht Ende für seine geringe taktische Anpassungsfähigkeit. Sein auf Ballbesitz, Pressing und eine feste Grundordnung ausgerichteter Ansatz habe kaum Alternativen erkennen lassen, als die Ergebnisse ausblieben.2 Ein weiterer Bericht verweist darauf, dass die Vereinsführung nach dem jüngsten Rückschlag Klarheit schaffen wollte und Ende trotz eines Vertrags bis 2028 nicht mehr überzeugen konnte.3
Die Nachfolge übernimmt vorerst Jens Langeneke. Das frühere Vereinsidol spielte von 2006 bis 2015 für Fortuna und arbeitete anschließend im Nachwuchsbereich. Zuletzt trainierte er die U23. Seine Beförderung ist damit sowohl eine kostengünstige interne Lösung als auch ein Vertrauensvorschuss. Langeneke soll zunächst bis zur Länderspielpause im November zeigen, ob er die Mannschaft stabilisieren und das Düsseldorfer Aufstiegsziel wieder realistisch machen kann.