Historia
27 de oct de 2026
Mbappé verliert chinesische Sponsoren wegen umstrittenem Mao-Meme
Zwei chinesische Getränkehersteller beenden ihre Werbepartnerschaften mit Kylian Mbappé. Auslöser sollen Podcast-Aussagen über ein Meme mit Mao Zedong sein – offiziell nennen die Unternehmen jedoch nur verletzte nationale Gefühle.
Zwei chinesische Getränkehersteller haben ihre Werbepartnerschaften mit Kylian Mbappé mit sofortiger Wirkung beendet. Betroffen sind der Sportgetränkehersteller Dongpeng aus Shenzhen und der Milchkonzern Mengniu aus der Inneren Mongolei. Mbappés Gesicht war zuvor auf den Etiketten der Produkte zu sehen.1
Als offizielle Begründung nannten die Unternehmen kein konkretes Zitat des Fußballers. Dongpeng erklärte vielmehr: „Unser Unternehmen verfolgt eine Null-Toleranz-Politik gegenüber jedem Verhalten, das nationale Gefühle beleidigt.“ Mengniu teilte mit: „Mit sofortiger Wirkung beendet unser Unternehmen jede Zusammenarbeit mit Kylian Mbappé.“2 Beide Firmen verwiesen allgemein auf Äußerungen oder Verhaltensweisen, die die Gefühle des chinesischen Volkes verletzten.
Der mutmaßliche Auslöser wird in Berichten mit einem Podcast-Interview in Verbindung gebracht. Mbappé soll darin auf die Frage nach seinem Lieblingsmeme mit einem Bild geantwortet haben, auf dem sein Gesicht über dem eines „chinesischen Diktators“ montiert sei. Das Meme beziehe sich offenbar auf Mao Zedong, dessen Bild in China eine hohe politische und historische Bedeutung hat.3
Die Einordnung bleibt jedoch mit Unsicherheiten verbunden. Chinesische Medien nannten zunächst nur die Interviewaussagen und erklärten, diese nicht übersetzen zu können, weil sie China und die Bevölkerung verletzten. Zugleich berichtete AFP, die Echtheit des kursierenden Videos sei zunächst nicht bestätigt gewesen.3
Damit unterscheiden sich die Akzente der Berichte: Einige stellen den möglichen kulturellen Affront und die Reaktion der Unternehmen in den Vordergrund, andere betonen stärker die fehlende offizielle Konkretisierung. Unstrittig ist, dass der international bekannte Real-Madrid-Spieler in China viele Fans hat und der Sponsoring-Streit deshalb breite Aufmerksamkeit auf Weibo auslöste.