Historia
28 de oct de 2026

Dortmund rettet sich spät – und Werder fragt sich, wie abhängig es von Füllkrug ist

Borussia Dortmund schlägt Werder Bremen im DFB-Pokal 3:2, obwohl Niclas Füllkrug die Partie nach seiner Einwechslung beinahe dreht. Der späte Freistoß von Marcel Sabitzer kaschiert zugleich Dortmunder Schwächen.

Borussia Dortmund hat Werder Bremen in einem wechselhaften Pokalspiel mit 3:2 besiegt. Der BVB dominierte die erste Halbzeit, führte durch Serhou Guirassy und Carney Chukwuemeka früh mit 2:0 und schien die Partie unter Kontrolle zu haben. Nach Einschätzung eines Berichts zeigte Dortmund zunächst eine seiner besten Saisonleistungen, verlor nach der Pause jedoch zunehmend Ordnung und Spielrhythmus.

Die Bremer Wende war eng mit Niclas Füllkrug verbunden. Der Stürmer saß zunächst auf der Bank, wurde nach 59 Minuten eingewechselt und erzielte innerhalb von vier Minuten den Ausgleich – zunächst per Foulelfmeter, dann mit einem Distanzschuss. Ein Bericht stellt deshalb die Frage, wie abhängig Werder von seinem Torjäger ist. Trainer Daniel Thioune nannte Füllkrug „unersetzlich“, begründete dessen Bankplatz aber mit der Belastung nach dem vorherigen Ligaspiel.

Aus Dortmunder Sicht war der Sieg deshalb zugleich Erleichterung und Warnsignal. Der BVB ließ mehrere Chancen zum 3:0 aus und musste erleben, wie Bremen nach den Wechseln die Kontrolle übernahm. Der Spielbericht hebt dennoch hervor, dass Sabitzers Freistoß in der Nachspielzeit die entscheidende Antwort auf Füllkrugs Aufholjagd war. Sabitzer sprach anschließend von einem der „emotionalsten Momente im BVB-Trikot“.

Die kritischste Einordnung betrifft die Stabilität der Dortmunder Mannschaft. Trainer Niko Kovac lobte die starke erste Hälfte, zeigte sich aber mit dem Einbruch danach unzufrieden. Abwehrspieler Waldemar Anton sagte: „Wir verlieren die Bälle und gehen nicht mehr auf die zweiten Bälle.“ Damit bleibt trotz des Happy Ends offen, ob Dortmund seine überzeugende Offensive auch über 90 Minuten gegen stärkere Gegner stabilisieren kann.