Histoire
19 oct. 2026

Zaundurchbruch am Flughafen Leipzig: Unfall oder Sicherheitsrisiko?

Zwei Männer haben sich nach dem Durchbruch eines Sicherheitszauns am Flughafen Leipzig/Halle gestellt. Während die Polizei von einem Unfall beim Üben für eine Fahrprüfung ausgeht, bleibt der genaue Ablauf Gegenstand der Ermittlungen.

Am Flughafen Leipzig/Halle haben sich zwei Männer nach dem Durchbruch eines Sicherheitszauns gemeinsam mit ihren Anwälten bei den Behörden gemeldet. Nach Angaben der Polizei soll ein 20-Jähriger am Steuer eines Autos gesessen haben und beim Üben für eine Fahrprüfung die Kontrolle verloren haben. Der 32-jährige Halter des Wagens machte demnach keine näheren Angaben. Gegen den jüngeren Mann wird unter anderem wegen Fahrens ohne Fahrerlaubnis und des Verdachts des unerlaubten Entfernens vom Unfallort ermittelt; beim Halter wird geprüft, ob er das Fahren ohne Fahrerlaubnis ermöglicht haben könnte.

Eine weitere Darstellung hebt hervor, dass die Polizei die Erklärung zum Üben für die Fahrprüfung bislang nicht bestätigt habe. Fest steht demnach, dass der Wagen den Zaun durchbrach, der Fahrer den Unfallort verließ und das Auto später auf dem Gelände eines Autohändlers gefunden wurde. Das Fahrzeug wurde beschlagnahmt und durchsucht.

Der beschädigte Zaun war am Samstagabend bei einer Streife entdeckt worden. Polizei und Bundespolizei durchsuchten das Flughafengelände, auch mit Hubschrauber und Drohnentechnik, fanden jedoch weder unberechtigte Personen noch verdächtige Gegenstände. Die Nordpiste blieb zunächst gesperrt und wurde am Sonntag wieder freigegeben.

Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgt ein früherer Vorfall: Anfang August war nahe ukrainischer Frachtflugzeuge eine mit Sprengstoff präparierte Drohne entdeckt worden. Die Bundesregierung machte Russland dafür verantwortlich, Moskau wies die Vorwürfe zurück. Einen Zusammenhang mit dem aktuellen Zaundurchbruch gibt es bislang nicht; die Ermittlungen zu Ablauf, Beteiligung und möglichem Motiv dauern an.

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