Histoire
23 oct. 2026

Rheinland-Pfalz übertrifft Mobilfunkziel – doch Funklöcher bleiben

Rheinland-Pfalz hat die Ausbauvorgaben des Mobilfunkpakts vorzeitig erfüllt und erreicht hohe 4G- und 5G-Werte. Aus Sicht der Berichterstattung bleibt die Versorgung dennoch lückenhaft.

Rheinland-Pfalz hat die Ausbauziele seines Mobilfunkpakts vorzeitig erreicht. Vereinbart waren rund 2.100 Standortmaßnahmen bis Ende nächsten Jahres – darunter Neubauten und Erweiterungen bestehender Anlagen. Nach Angaben des Landes wurden inzwischen etwa 2.600 Vorhaben umgesetzt.

Die positive Bilanz steht im Mittelpunkt der Berichterstattung, die das Mobilfunknetz als deutlich verbessert beschreibt. Digitalministerin Doris Ahnen (SPD) erklärte, Rheinland-Pfalz sei bei der Versorgung „gut aufgestellt“. Die Abdeckung liegt demnach bei 96,82 Prozent für 4G und 93,91 Prozent für 5G.

Demgegenüber betont eine andere Perspektive, dass der Ausbau trotz der erreichten Zielmarke unvollständig bleibt. Bereits die Überschrift „Mobilfunknetz wird besser – Lücken bleiben“ stellt den Fortschritt der fortbestehenden Unterversorgung gegenüber. Auch das Land räumt ein, dass es weiterhin weiße Flecken gibt und die Versorgung deshalb weiter verbessert werden müsse.

Der Mobilfunkpakt besteht in Rheinland-Pfalz seit 2022 und wurde zuletzt bis 2027 verlängert. Beteiligt sind die vier Netzbetreiber Deutsche Telekom, Vodafone, Telefónica/O2 und 1&1. Hinzu kamen mehrere Betreiber von Funkmast-Infrastruktur. Während die Netzbetreiber die Funksignale über ihre Antennen übertragen, errichten die Infrastrukturunternehmen die dafür benötigten Masten.

Damit fällt die Bilanz zweigeteilt aus: Beim Umfang der Ausbauprojekte liegt das Land über Plan, bei einer flächendeckend lückenlosen Versorgung ist das Ziel noch nicht erreicht.