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4 de nov de 2026
BMW rutscht an die Gewinnschwelle – und streitet über den richtigen Ausweg
Der Gewinneinbruch bei BMW verschärft sich durch die China-Krise, hohe Umbaukosten und eine neue Prognosesenkung. Während der Konzern auf Effizienz setzt, fordert Alice Weidel politische Kurskorrekturen bei Verbrennern und Energiekosten.
BMW senkt seine Erwartungen erneut: Die operative Marge im Autogeschäft soll im laufenden Jahr nur noch zwischen minus 0,5 und plus 0,5 Prozent liegen. Damit könnte das Kerngeschäft die Gewinnschwelle verfehlen. Noch zu Jahresbeginn hatte der Konzern eine Marge von vier bis sechs Prozent erwartet. 1
Als Hauptursache gilt die Entwicklung in China. Dort verlor BMW rund ein Viertel seines Absatzes; zugleich verschärfen chinesische Hersteller den Wettbewerb und den Preisdruck. Im dritten Quartal sank der Umsatz um 5,8 Prozent auf rund 30,5 Milliarden Euro, der Gewinn nach Steuern ging um knapp 15 Prozent zurück. In Europa und den USA konnten die Münchner einen Teil der Rückgänge ausgleichen, aber nicht vollständig kompensieren. 2
Zusätzliche Belastungen entstehen durch den Konzernumbau. BMW bildet Rückstellungen für ein umfangreiches Abfindungsprogramm, das wegen des großen Interesses der Beschäftigten frühzeitig geschlossen wurde. Geplant sind zudem der Abbau von 8000 Stellen vor allem in Entwicklung und Verwaltung sowie eine schnellere Bereinigung der Modellpalette. Das Management wertet die Kosten als Investition in künftige Effizienz. Finanzchef Walter Mertl sagt: „Geschwindigkeit ist bei unserer geplanten Neuausrichtung ein Erfolgsfaktor.“ 1
Die politische Deutung fällt grundsätzlicher aus. Alice Weidel verbindet die Krise der deutschen Hersteller mit dem politischen Kurs bei Antrieben und Energie: „Das Verbrennerverbot muss fallen, die Energiekosten runter.“ Zugleich bezeichnet sie den Einbruch als beschleunigten „Niedergang unserer wichtigsten Industrie“ und beansprucht für ihre Partei eine Lösung.
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Gemeinsam ist den Perspektiven die Diagnose eines wachsenden Wettbewerbsdrucks. Der Unterschied liegt beim Ausweg: BMW setzt auf interne Einschnitte und schnellere Entscheidungen, Weidel auf veränderte politische Rahmenbedingungen. Die Absatzprognose des Konzerns wurde derweil von einem leichten auf einen moderaten Rückgang verschärft. 2