История
19 окт. 2026 г.
Harald Schmidt tauscht seinen Jaguar gegen Bus und Bahn
Der Entertainer hat seinen nicht mehr TÜV-fähigen Jaguar einem Bastler überlassen und will künftig noch stärker mit öffentlichen Verkehrsmitteln unterwegs sein. Während Schmidt den Abschied pragmatisch sieht, bleibt vom Traumwagen vor allem ein Reparaturprojekt.
Harald Schmidt hat seinen Jaguar verschenkt und will künftig noch stärker auf Bus und Bahn setzen. Der 69-jährige Entertainer erklärte, er brauche kein Auto mehr: „Ich brauch kein Auto mehr, ich hab kein Auto mehr.“1
Der Schritt markiert einen deutlichen Wechsel für Schmidt, der lange von seinem Wagen mit „Achtzylinder-Verbrenner“ schwärmte. Ausschlaggebend waren nach seiner Darstellung jedoch nicht in erster Linie Umweltgründe, sondern der technische Zustand des Fahrzeugs. Der Jaguar sei „nicht mehr durch den TÜV zu kriegen“ gewesen; weitere Reparaturen wären zwar möglich gewesen, doch die Probleme hätten sich gehäuft.1
Für den neuen Eigentümer Asad Hussain ist der Wagen entsprechend weniger ein fahrbereites Geschenk als ein umfangreiches Projekt. Schmidt habe ihn auf die Schwachstellen hingewiesen. Der Jaguar springe gelegentlich nicht an und fahre „nur noch bis in den zweiten Gang“, berichtete Hussain.1 Die Übergabe soll nach einem Gespräch über die gemeinsame Autoleidenschaft in Wien per Handschlag erfolgt sein.
Schmidt stellt dem maroden Privatfahrzeug seine Erfahrung mit dem öffentlichen Verkehr gegenüber. Er fahre bereits häufig Zug und nutze in Köln Bus und Straßenbahn. Verspätungen störten ihn nach eigenen Angaben kaum, auch weil er mit einer Bahncard 100 flexibel die Route wechseln könne.1 Im Nahverkehr beobachte er zudem viele Gespräche und den Umgang einer älter werdenden Gesellschaft mit dem Ein- und Aussteigen.
Seinen politischen Seitenhieb behält Schmidt trotzdem bei: Er wünsche sich, wegen seiner CO₂-Bilanz von einem Grünen kritisiert zu werden, um dann auf seine Bahncard zu verweisen.1 So verbindet die Geschichte eine praktische Autoaufgabe mit einem ironischen Kommentar zur Verkehrspolitik.