История
3 нояб. 2026 г.
Angriff auf Hilfsstelle in Saporischschja: Opferzahlen und Ziel bleiben umstritten
Nach einem Angriff auf eine Schule in Komyschuwacha melden ukrainische Stellen 18 bis 26 Tote. Präsident Selenskyj spricht von einem gezielten Schlag während der Ausgabe humanitärer Hilfe, während die Berichte vor allem bei der Opferzahl voneinander abweichen.
In Komyschuwacha nahe Saporischschja ist eine Schule getroffen worden, die nach ukrainischen Angaben regelmäßig als Ausgabestelle für humanitäre Hilfe diente. Die Berichte nennen zwischen 18 und 26 Tote; außerdem wurden Menschen verletzt oder als vermisst gemeldet. Eine einheitlich bestätigte Opferzahl liegt damit bislang nicht vor.
Am höchsten fällt die Bilanz in einem Bericht aus: Demnach starben mindestens 26 Menschen, nachdem mehrere russische Angriffe während der Ausgabe von Hilfsgütern erfolgt sein sollen. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, die Attacken hätten eine Schule und anschließend einen Schutzraum getroffen. Dort hätten sich Menschen in Sicherheit gebracht. Er bezeichnete den Angriff als „entsetzlich“ und sagte, Russland sende damit ein Signal für „mehr Tötungen“.1
Ein weiterer Bericht nennt dagegen mindestens 18 Tote und fünf Verletzte. Auch dort wird Selenskyjs Darstellung wiedergegeben, wonach Russland gewusst habe, dass die verbliebenen Einwohner jeden Montag an diesem Ort humanitäre Hilfe erhielten. Der Präsident forderte deshalb eine weltweite „starke und harte“ Reaktion.2
Die mittlere Opferzahl von mindestens 24 Toten und 27 Vermissten wird in einem dritten Bericht genannt. Gemeinsam ist den Darstellungen der Hinweis auf die Nutzung des Schulgebäudes für Hilfslieferungen und auf wiederholte Angriffe. Unterschiede bestehen vor allem bei der Zahl der Opfer und bei der Frage, wie präzise sich das Angriffsziel bestimmen lässt.3
Komyschuwacha liegt rund 25 Kilometer östlich von Saporischschja und nahe der Front. Die Angaben zur Verantwortung und zur gezielten Auswahl des Ortes stammen bislang aus ukrainischen Quellen; eine unabhängige Bestätigung der Details wird in den vorliegenden Berichten nicht genannt.